Checkliste Reifen
Überprüfen Sie bei beiden Reifen, ob die Lauffläche bis auf das Gewebe abgefahren ist oder die Seitenwände spröde, rissig oder aufgeplatzt sind. Sollte dies der Fall sein, muß der Reifen gewechselt werden. Kontrollieren Sie weiter den Reifendruck mittels Daumenprobe auf der Lauffläche. Sie kann ein paar Millimeter einsinken, der Reifen darf sich aber keinesfalls um die Hälfte seiner Bauhöhe oder mehr zusammendrücken lassen. Pumpen Sie den Reifen bei Bedarf nach.
Die Fahrradkette überträgt im Hochleistungseinsatz eine Kraft von bis zu 5oo kg. Dabei entstehen im Kettengelenk extrem hohe Flächenpressungen von bis zu 3oo kg/mm2. Je kleiner die vorderen Kettenblätter, desto größer sind die Kettenkräfte und damit die Flächenpressung im Gelenk (z.B. bei allen MTB-Rädern und Compact Drive, Microdrive & Hyperdrive C). Auch durch den Schräglauf der Kette steigt die Flächenpressung,da die Anlagefläche im Gelenk reduziert ist.
Einer der wesentlichen Verschleißfaktoren ist der in das Gelenk eingedrungene Schmutz. Harte Partikel, z.B. Sandteilchen, lagern sich in der Oberfläche des Lagerkragens der Innenlasche ab und tragen Material von der Bolzenoberfläche ab. Bei diesem Vorgang hilft ein trennender Schmierfilm, die Lebensdauer der Kette nicht extrem zu verkürzen. Diesen Effekt verdeutlicht das Beispiel von Schmirgelpapier: Trockenes Schmirgeln führt zu hohem Materialabtrag.
In Verbindung mit Wasser wird der Abtrag reduziert. Mit Öl zu schmirgeln, hätte kaum eine abtragende Wirkung.
Die Schaltungskette ist ein Verschleißteil, dessen Lebensdauer nicht in gefahrenen Kilometern gemessen werden kann, da diese nach Art des Einsatzes, Fahr- & Schaltverhalten und der Pflege stark variiert. Natürlich spielt die Qualität der Kette eine entscheidende Rolle.
WARTUNG & PFLEGE
VON FAHRRAD-
SCHALTUNGSKETTEN
KETTENREINIGUNG
Bereits im Gelenk eingelagerte Partikel können durch Reinigung kaum noch entfernt werden. Damit der Schmutz nicht erst in die Gelenke gelangt, sollte die Kette außen sauber & trocken gehalten und regelmäßig mit einem leicht öligen Lappen abgewischt werden. Außerdem sollten die Zähne von Ritzeln, Schaltrollen & Kettenblättern sauber gehalten werden, da diese den Schmutz in die Kettengelenke drücken.
Nur bei sehr starker Verschmutzung sollte die Kette intensiv gereinigt werden. Dabei raten wir von handelsüblichen Kettenreinigungsgeräten mit den entsprechenden Kettenreinigungsflüssigkeiten ab, da das Innere der
Gelenke sowieso nicht richtig sauber wird. Dafür verbleibt Reinigungsflüssigkeit in den Gelenken, verbindet sich mit dem neu aufgetragenen Schmierstoff,
der in diesem Fall seine schmierenden Eigenschaften verliert. Testen können Sie dieses Phänomen, indem Sie einen Tropfen Schmierstoff mit etwas Reinigungsflüssigkeit mischen.
Wir empfehlen deshalb nur Mittel, die keine 1oo% entfettende Wirkung haben und schnell verdunsten, z.B. Diesel oder Petroleum. Umweltfreundlicher sind Produkte auf der Basis moderner Spülmittelkonzentrate. Diese reinigen recht gut und lassen sich nach der Anwendung leicht mit Wasser aus dem Gelenk spülen. Möglich ist auch die Reinigung mit einem Dampfstrahlgerät.
Wichtig ist, daß nach jeder Intensivreinigung die Kette unbedingt richtig nachgeschmiert wird
VERSCHLEIß & WECHSELN
Durch Verschleiß im Gelenk längt sich die Kette. Konstruktiv bedingt macht sich dieser Verschleiß immer nur in der Außengliedteilung bemerkbar, so daß sich dadurch die Kettenteilung ändert. Die ehemals gleichen Abstände von Rolle zu Role verändern sich in die sogenannte S-O-S-Teilung, also lang-kurz-lang.
Die Verlängerung der Kette und die unterschiedliche Teilung führen zu stärkerem Verschleiß der Ritzel & Kettenblätter.
Grundsätzlich kann eine Kette solange gefahren werden, bis Ritzel & Kette so stark verschlissen sind, daß die Kette unter Last über die Zähne springt.
In der Regel werden Ketten aber früher getauscht, da mit zunehmender Längung der Kette das Schaltverhalten beeinträchtigt werden kann.
Bei Verwendung von preisgünstigen Ritzeln & Kettenblättern und geringen Belastungen, kann man ruhig eine Kette solange fahren, bis sie nicht mehr richtig funktioniert. In diesem Fall werden dann Kette & Ritzel gemeinsam erneuert. Bei teuren Ritzeln & Kettenblättern lohnt es sich aber, die Kette zu tauschen, bevor sie durch Längung die Ritzel & Kettenblätter übermäßig verschleißt.
Bei einer Längung von mehr als o,1 mm pro Gelenk beginnt eine Kette, die Ritzel übermäßig zu verschleißen (bei Aluritzeln schon ab o,o75 mm pro Gelenk) und sollte bei hochwertigeren Ritzeln getauscht werden, damit sie deren Lebensdauer nicht unnötig verkürzt.
Tips zum richtigen Sattel
Mit Maus über Bild fahren, u. klicken

Fahrradpflege und Wartung
Natürlich sollten Sie mehr Zeit auf Ihrem Bike verbringen, als mit dem Schwamm in der Hand.
Aber eine regelmäßige Pflege und Grundwartung sorgt für besseren Bikerspaß und erspart so manche Reperatur. Die Häufigkeit für ausgiebige Pflege und Wartung Ihres Fahrrads hängt natürlich auch davon ab, ob Sie sozusagen ein Schönwetter oder Sonntagsfahrer sind oder zu der Kategorie Vielbiker gehören, die auch vor Wind und Wetter sowie Schlammlöchern nicht zurückschrecken.
Zur gründlichen Entfernung von Schmutz, Fett- und Ölrückständen sind handelsübliche Reiniger auf Tensidbasis oder Phosphatbasis geeignet, die dem Schmutz zu Leibe rücken, jedoch Gummidichtungen nicht angreifen. Lediglich umwelttechnisch sind hier einige Bedenken angebracht. Sie sollten bei Verwendung von Reinigungsmitteln das Fahrrad zumindest an einer Stelle waschen, wo ein Abluss das Schmutzwasser auffängt und somit in die Kläranlage geleitet wird. Wenn Öl vom Fahrrad tropft sollten Sie unbedingt eine Unterlage verwenden, da ja bekanntlich 1 Tropfen Öl ca. 1000 Liter Wasser verunreinigt.
Spezielle Kettenreinigungsgeräte sollten nur bedingt zum Einsatz kommen, da diese die Kette auch entfetten und das nicht nur außen, sondern auch in den Gelenken. Rückstände des Kettenreinigers bleiben oft in den Gelenken und verhindern somit ein das Eindringen neuen Öls.
Am Besten man nimmt ein altes Stück Lumpen, umfasst die Kette damit und reibt sie damit von Staub und Fettrückständen frei. Anschließend wird die Kette dann wieder geölt (Empfehlung: Ballistol Öl) und gleich wieder mit dem Lumpen vom überschüssigen Öl befreit. Das verhindert eine übermäßige Haftung von Staub und Schmutz an der Kette.
Auch Gelenke, Schraubverbindungen, Stöße und Falze sollten in regelmäßigen Abständen mit einem Pflegeöl behandelt werden. Dabei reicht es, mit dem Öl sparsam umzugehen und evtl. zuviel aufgetragenes mit einem alten Lumpen wieder zu entfernen.
Der Rahmen dankt es Ihnen, wenn Sie ihm mal eine Wachspflege gönnen, so wie Ihrem Auto.
Absolut verboten: Kommen Sie niemals auf die Idee, Ihren geliebten Drahtesel mit einem Hochdruckreiniger zu vergewaltigen. Die Versuchung ist groß, einmal kurz drüberhalten und sämtlicher Schmutz ist weg, aber durch den hohen Druck des Wasserstrahls, dringt Wasser in die sämtliche Lager des Fahrrads ein und zerstört diese innerhalb kürzester Zeit. Der Schaden, der dadurch entsteht ist gross, ganz abgesehen von dem Zeitaufwand, alle Lager auszuwechseln.
Fazit: Eine regelmäßige, dem Fahrverhalten angepasste Pflege und Wartung Ihres Fahrrads sorgt für weniger Reparaturen und Ärger und Ihr Bike schnurrt auf jeder Tour wie neu. Zudem macht es optisch auch noch was her.
SCHMIERUNG
Ein ständig vorhandener Schmierfilm im Gelenk kann die Lebensdauer der Kette wesentlich erhöhen. Leider ist dieses nicht einfach zu erreichen, da die Kette im Gelenk unter sehr hohem Druck und geringen Bewegungen arbeitet, wodurch sich der Schmierfilm nur sehr schwer aufbauen kann.
Damit werden aber an einen Kettenschmierstoff hohe Anforderungen gestellt.
Er muß erstens eine hohe Kriecheigenschaft haben, um zum einen überhaupt in das Gelenk einzudringen und zum anderen regelmäßig selbst an die Schmierstelle zrückzufließen. Zweitens muß der Schmierstoff den Druck in der Kette aushalten können. Reicht die Druckstabilität nicht aus, wird er unter Last einfach verdrängt und es reibt dann Metall auf Metall als wäre gar kein Schmierstoff vorhanden.
Leider haben wir festgestellt, daß die meisten handelsüblichen Produkte diesen Anforderungen nicht genügen. Die meisten Produkte verhindern zwar die Korrosion, sind aber für den harten Einsatzbereich Fahrradschaltungskette ungeeignet. Dazu gehören Silikon- & Teflonprodukte, aber auch Nähmaschinenöl, sowie Produkte, die für schnellaufende lastarme Lagerstellen oder für quietschende Gelenke entwickelt wurden. Untauglich zum richtigen Schmieren sind auch Podukte, welche gleichzeitig reinigende Wirkung haben sollen oder die restlösende Substanzen enthalten.
Für den Geländeeinsatz oder die Winterfahrt eignet sich außerdem noch eine zusätzliche Versiegelung der Kette mit einem Sprühwachs. Zur Kettenschmierung reicht das Wachs allein nicht aus. Es soll nur nach vorheriger Schmierung angewendet werden. Es hat den Effekt, daß Schmutz nicht so schnell an der Kette kleben bleibt und das durch die versiegelten Gelenkspalten die Gelenke etwas vor eindringendem Schmutz & Wasser geschützt sind. Im Handel werden sehr dünnflüssige Produkte ähnlich einer Autopolitur und dickflüssige Produkte, welche einen bemerkbaren Wachsauftrag verursachen, angeboten. Für die Kette können nur die dickflüssigen Produkte empfohlen werden



